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Erfahrungsbericht Curriculum Endodontie 2006

von Dr. Catrin Haen-Vogt, Appenweier
Endo habe ich schon immer gerne gemacht

Weshalb ich teilgenommen habe:
Ich bin seit 1994 niedergelassene Zahnärztin.
Endo habe ich schon immer gerne gemacht. Mein Wissen aus dem Studium war nicht mehr auf dem Stand der modernen Zahnheilkunde. Deshalb blieb so manches Mal der gewünschte Erfolg aus. So besuchte ich Fortbildungen, die mich auch in der Behandlung weiterbrachten. Mit der Anschaffung des OP-Mikrokopes eröffneten sich mir neue Welten und es kamen neue Fragen auf. Ich hatte das Gefühl, ich müsse mich einfach noch intensiver fortbilden.
Zu diesem Zeitpunkt las ich in einer  Broschüre von dem Curriculum Endodontie.
Das Programm, der Ablauf   und die Referenten u.a. aus den USA (Prof. Trope, Prof. Kim, Dr. Debelian) sprachen mich an. Deshalb meldete ich mich für das Modul Herbst 2006-Frühjahr 2007 an.

Meine Ziele für das Curriculum waren:
Verbesserung meiner Endos in der praktischen Anwendung nach modernen Methoden unter Zuhilfenahme des Mikroskops und dadurch bessere Vorhersagbarkeit und Langzeiterfolge.
Erlernen eines systematischen Behandlungsablaufes und einiger Kniffe.
Erweiterung meiner etwas angestaubten  theoretischen Kenntnisse.
Zusätzlich erwartete ich meinen Patienten gegenüber bessere Argumentationshilfen für oder gegen eine bestimmte Behandlung.

Der Ablauf:
Das Curriculum ist in 4 Blöcke unterteilt. Die Blöcke bauen konsekutiv aufeinander auf.
In jedem Block finden sich Vorlesungen abgestimmt auf das jeweilige Thema, praktische Übungen und Prüfungen in Theorie und Praxis. Man lernt sozusagen häppchenweise, schließlich hat jeder Teilnehmer zu Hause ja noch eine Praxis.
In der Zeit zwischen den Blöcken stehen Literaturstudium und praktische Hausarbeiten auf dem Programm. Zusätzlich finden mehrere Internet-Vorlesungen statt, die zur Vertiefung jederzeit von den Kursteilnehmern nachgearbeitet werden können.
In den Vorlesungen und Internetvorträgen können zu jeder Zeit Fragen  offen diskutiert werden. Obwohl häufig in englischer Sprache werden Unklarheiten umgehend beseitigt. Die Referenten legen darauf großen Wert und anders als häufig im Studium werden die Fragen auch ernst genommen. Am Ende des Curriculums erfolgen die Vorstellung eines Patientenfalles und Prüfungen in Theorie und Praxis. Da kommt schon mal Aufregung auf. Schließlich haben die meisten Teilnehmer ja schon eine Weile das Staatsexamen hinter sich.

Kollegiale Kontakte/Organisation/Ausblick:
Während des Curriculums fand ein für alle reger kollegialer, fachlicher und privater Austausch statt. Viele Kollegen stehen  auch jetzt noch in regelmäßiger Verbindung.
Die Organisation war ebenfalls einwandfrei. Die Organisatoren hatten stets ein offenes Ohr, abends saß man noch gerne zusammen.
Auch nach dem Abschluss des Curriculums finden noch Fortbildungen mit namhaften Referenten z.B. im Februar dieses Jahres ein Seminar mit Prof. Kim statt. Denn soviel steht fest: Weiterbildung ist für ein erfolgreiches und erfülltes Arbeitsleben unabdingbar.

Fazit:
Für mich hat sich die Teilnahme gelohnt. Meine Ziele habe ich auf jeden Fall erreicht. Ich habe sowohl in Theorie als auch in Praxis sehr viel mitgenommen. Interessierte Kollegen kann ich nur zur Teilnahme ermutigen.

Dr. Catrin Haen-Vogt, Appenweier